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Was ist Qi?

Wenn wir vom Qi sprechen, denken viele im Westen an Energie. Das Konzept von Qi in der chinesischen Medizin und Philosophie geht weit über blosse Energie hinaus. Dieses Qi ist die vitale Lebenskraft. Das Qi trägt die Grundinformation unseres Lebens. Ohne Qi können wir nicht existieren, nicht überleben.

In unserem Körper entsteht Qi aus drei Quellen: Einmal haben wir das Ursprungs-Qi, welches wir schon vor dem Geburt von unseren Eltern erhalten haben. Danach kommen durch Essen und Trinken das Nahrungs-Qi, und durch die Atmung das kosmische Qi dazu.

Wenn wir dieses Qi in uns aktivieren, wecken wir die Intelligenz dieser Qi-Kraft, uns zu helfen, beschädigtes und krankes Gewebe zu reparieren. Es besitzt wirklich diese Kraft des Lebens, die Kraft der Vitalität.

Dazu kommt das Zusammenspiel des Yin und des Yang. Diese beiden Urkräfte zählen zu den Basisbegriffen der chinesischen Philosophie. Sie symbolisieren die universellen Grundkräfte des Lebens, die in allen Bereichen des Himmels und der Erde und im gesamten Universum zum Tragen kommen. Yin Yang beschreiben das Prinzip der zyklischen Wechselwirkung und ihrer entgegengesetzten Naturkräfte, die einander gleichzeitig bedingen und einander ergänzen. Wie der Tag (Yang) geht in die Nacht (Yin) über, der Sommer (Yang) in die Winter (Yin), vom Wachstum (Yang) zur Ruhe (Yin) und umgekehrt.

 

 

Was ist Qi Gong?

Qi Gong ist eine alte chinesische Wissenschaft über die Kraft des Qi im Körper sowie in der Natur und darüber, wie man Qi für die Gesundheit anwenden kann. Qi ist, wie oben schon erklärt, eine Form von Lebensenergie. Gong bedeutet Arbeit, Kultivierung oder auch Anstrengung. Qi Gong heisst also Kultivierung der Lebensenergie. Dazu gehört auch das Kultivieren der Gedanken. Für die Gesundheit müssen wir auch unseren Gedanken, unseren Geist trainieren, nicht nur den Körper.

Krankheiten entstehen wegen Stagnation oder Mangel an Qi. Es gibt kein schlechtes Qi, sondern es gibt nur zu viel oder zu wenig Qi. Bei guter Gesundheit stehen das Yin- und Yang-Qi in der Balance zueinander.

Das Qi fliesst im Körper durch die Meridiane. Wir haben 12 Meridiane, die den 12 Organen entsprechen und zusätzlich 8 wichtige Sondermeridiane. Qi Gong trainiert diese Meridiane, fördert den freien Qi Fluss und baut Qi-Blockaden und überschüssiges Qi ab.

Es gibt bewegendes und stilles Qi Gong.

Bewegende Qi Gong Übungen werden als langsame, meditative Bewegungen ausgeführt, synchronisiert mit dem bewussten Atem. Das heisst also wir atmen tief, lang und in regelmässigem Rhythmus. Dabei sind eine aufrechte Körperhaltung und ein konzentrierter Geist gefragt. Dies unterstützt den Qi-Fluss im Körper, lockert die Gelenke und kräftigt zugleich die Muskulatur.

Die stille Qi Gong Übung ist die Meditation. Die Qi Gong Meditation beruhigt den Geist, fördert die Konzentration und unterstützt die spirituelle Entwicklung.

Die beiden Qi Gong Formen, bewegendes und stilles Qi Gong, sind in ihrem Ursprung ergründet worden, um Selbstheilungskraft zu aktivieren, um Gesundheit zu erlangen und zu erhalten. Im Unterschied zu Tai-Chi, das ursprünglich als Kampfkunst praktiziert wurde.

 

Ist Qi Gong schwierig zu lernen?

Nein, Qi Gong Übungen sind einfach. Aber die Einfachheit muss auch gelernt sein! Die Übungen sind für alle Altersstufe geeignet.

Im Qi Gong dreht sich alles ums Üben, Üben und nochmals Üben.

 

Auf welchen Prinzipien beruht Qi Gong?
  • Der bewusste Atem: langsam und regelmässig; tief und lang

  • Körperhaltung: aufrecht, entspannt; und Bewegung: achtsam und bewusst

  • Vorstellungskraft, Konzentration: ruhiger Geist

  • Vibration durch Klang der Stimme bzw. heilende Lauten des Qi Gongs

 

Schlüssel zum Erfolg:
  • Kontinuität, regelmässiges Üben

  • Vertrauen in der Übung

  • Eintauchen in das Hier-und-Jetzt

  • Hingabe in die Bewegung sowie Hingabe in die Stille

  • Verbindung zur Natur, Verbindung zur höheren Mach

Wichtig für Qi Gong Praktizierende:
  • Obwohl Qi Gong hilft, Gesundheit zu erlangen und zu erhalten, ersetzt es nicht ärztliche und andere therapeutische Behandlungen.

  • Steht jemand unter medikamentösen Behandlung, darf diese auf keinen Fall unterbrochen werden.

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